Wie funktioniert Dirtbiking? Was steckt hinter einer selbstgebauten Dirtbikestrecke – und wie viel Engagement ist nötig, damit sie erhalten und weiterentwickelt werden kann? Antworten auf diese Fragen gab es am Mittwoch, 2. September 2026, beim „Go, go Dirtbiking Day“ an der Dirtbikestrecke an der Augustastraße in Dinslaken. Rund 80 Besucherinnen und Besucher kamen vorbei, darunter mindestens 60 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie nutzten die Gelegenheit, die Anlage kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu fahren. Für Getränke und Gegrilltes war ebenfalls gesorgt. Besonders gefreut hat sich die Aufsuchende Jugendarbeit (AJA) darüber, wie viele junge Menschen den Nachmittag nutzten, um sich auszutauschen, gemeinsam Sport zu treiben und neue Kontakte zu knüpfen.
Dabei geht es an diesem Nachmittag um weit mehr als sportliche Tricks und Sprünge. Die Jugendlichen möchten zeigen, was Dirtbiking für sie bedeutet und wie viel Eigeninitiative dahintersteckt. Neben dem Fahren gehören auch das Ausbessern, Erweitern und Pflegen der aus Erde bestehenden Strecke zum Dirtbiking.
Die Idee für die Veranstaltung entstand aus dem Engagement der Jugendlichen selbst. Sie sind bereits seit mehreren Jahren an der Dirtbikestrecke aktiv und wandten sich im Juli an die Aufsuchende Jugendarbeit, weil sie die Strecke weiterentwickeln und instandhalten wollten, ihnen dafür jedoch das notwendige Werkzeug fehlte.
Gemeinsam mit der Aufsuchenden Jugendarbeit (AJA) entstand daraus ein Antrag für das Dinslakener Jugendforum, das im Rahmen des Förderprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend junge Menschen bei der Umsetzung eigener Ideen unterstützt. Die Jugendlichen erhielten eine Förderzusage und konnten damit sowohl die Veranstaltung planen, als auch Werkzeug für die gemeinsame Nutzung an der Strecke anschaffen.
„Uns hat das Engagement der Jugendlichen wirklich begeistert. Da ist so viel Hilfsbereitschaft, Offenheit und Bereitschaft, auf andere zuzugehen“, sagt Lisa Schreyer von der Aufsuchenden Jugendarbeit (AJA) und ergänzt; „Nicht nur beim Aktionstag haben sie Jung und Alt ganz selbstverständlich mit Rat und Tat zur Seite gestanden und neue Interessierte sofort mitgenommen, dieser Zusammenhalt war auch schon bei der gemeinsamen Planung zu spüren.“
Auch nach dem Aktionstag geht die Zusammenarbeit weiter. Die AJA wird die Dirtbikestrecke regelmäßig anfahren und sich in den kommenden Wochen mit den Jugendlichen zur Nachbesprechung treffen. Zudem sollen Gespräche mit dem Jugendpfleger, dem Grünflächenamt und perspektivisch auch mit dem Bürgermeister vorbereitet werden. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie lange die temporäre Nutzung des Geländes möglich ist und welche Alternativen es langfristig geben könnte. Für das Frühjahr 2027 ist außerdem ein gemeinsamer „Season Opener“ geplant. Unterstützung dafür hat der Radsportclub (RSC) Dinslaken bereits zugesagt.
Auch über die Veranstaltung hinaus begleitet die AJA die Jugendlichen an der Dirtbikestrecke. Das Team besteht aus vier Mitarbeitenden in Trägerschaft der Stadt Dinslaken, der Diakonie im Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken und des Deutschen Kinderschutzbundes. Die AJA ist Ansprechpartnerin für Dinslakener Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren, unterstützt bei Freizeitaktivitäten und begleitet Jugendliche auch bei persönlichen oder alltäglichen Herausforderungen. Weitere Informationen zur Aufsuchenden Jugendarbeit gibt es auf Instagram.