Saisonarbeit – Immer noch schutzlos!

Häufig sind Saisonarbeiter in der Landwirtschaft schlecht bezahlt und stehen unter hohem Leistungsdruck. Auf Grund der Sozialversicherungsfreiheit im Rahmen kurzfristiger Beschäftigung haben sie meist keinen Zugang zu den Leistungen der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung. Selbst sogenannte Erntehelfer-Gruppenversicherungen bieten meist nur einen Bruchteil an Schutz im Vergleich zur deutschen gesetzlichen Versicherung. Die Unterbringung der Saisonarbeitskräfte erfolgt überdies häufig unter unwürdigen Bedingungen in Gruppenunterkünften.

Die Beratungsstelle Arbeit folgt dem Aufruf des Projekts BEAM – Beratungszentrum gegen Arbeitsausbeutung und Menschenhandel NRW. Für April bereiten die Kolleg:innen des Projekts BEAM gerade Aktionen zur Information von Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft vor und sind auf Hinweise der Beratungsstellen zu möglichen Standorten von Unterkünften und Feldern angewiesen. Diesen Aufruf umsetzend, haben die Berater:innen gezielt Felder mit Spargel und Erdbeeranbau abgefahren, um nach auffälligen Umständen Ausschau zu halten.

Sollten Sie oder jemand, den Sie kennen, von problematischen Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft oder in einem anderen Bereich betroffen sein, können Sie sich gerne an die Beratungsstelle Arbeit wenden.
Hier finden sie unsere Kontaktdaten.

Infostand der Beratungsstelle Arbeit bei der Tafel in Rheinberg

Die Kolleg:innen der Beratungsstelle Arbeit der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken haben ihre Arbeit am linksrheinischen Standortort Rheinberg bei der Rheinberger Tafel, vor dem im Pfarrheim St. Anna, mit einem Infostand vorgestellt.

Die Beratungsstelle Arbeit, die nun mittlerweile ins 4. te Jahr geht, bietet Beratung für Ratsuchende rund um die Themen Arbeitsbedingungen, Rechtsfragen und Leistungsansprüche im Arbeitsrecht an. Schwerpunktmäßig wird im Bereich der prekären Beschäftigung beraten und präventiv informiert.

Ebenso erhalten Erwerbslosen und von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen bei Fragen zur beruflichen Entwicklung oder bei wirtschaftlichen und sozialen Problemen, Unterstützung.

Foto : v.l. Dominique Engelhardt, Beraterin der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken, Standort Rheinberg und Michel Goike, Berater der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken, Standort Wesel.

Pädagogischer Fachtag für die OGS-Mitarbeitenden

Die Mitarbeitenden aus dem Bereich Schule konnten wieder einen gemeinsamen pädagogischen Fachtag erleben.

Das Team hatte Frauke Viehban über die Pädiko Akademie gebucht, die zum „Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Kindern“ geschult hat.

Die Mitarbeitenden werden im Bereich Schule immer wieder durch extreme, kindliche Verhaltensweisen herausgefordert. Frauke Viehban hat es geschafft den Mitarbeitenden einen deutlichen Perspektivwechsel zu vermitteln, der hilft, solche Verhaltensweisen zu verhindern oder abzumildern und Vorgehensweisen dargelegt, die den Kindern den nötigen Halt geben und wie die Mitarbeitenden selbst schützen können. Alle Teams haben in Gruppenarbeiten Ideen und Konzepte für die eigene OGS entwickelt, die die dort vorhandenen Handlungsabläufe in diesem Sinne optimieren können.

Dieser Tag hat die Teams zu diesem Thema einen großen Schritt weiter gebracht und die Rückmeldungen der Mitarbeitenden waren entsprechend positiv.

Kinder basteln bunte Skulpturen

In den vergangenen Wochen ging es in der Otto-Pankok-Schule bunt her! Einige Kinder des offenen Ganztages bastelten in der wöchentlichen Bastel-AG an ihren Werken.

Unter dem Motto „Skulpturen im Winter“ stellten die Kinder ihre Kunstwerke den Eltern, Geschwistern und Lehrkräften vor. Mit Begeisterung erzählten sie von ihren Skulpturen und mit welchen Materialien sie gearbeitet haben. Die Bastel-AG steht unter dem Motto „Aus Alt mach Neu“, somit wurde fast ausschließlich recyceltes Material verwendet.

Kinder der OGS Regenbogenschule werden bei Modelleisenbahn-Projekt ausgezeichnet

Die Kinder und das Team des Offenen Ganztages der Regenbogenschule in Möllen können stolz sein: Sie haben am Wettbewerb „Werkstatt Modelleisenbahn“ teilgenommen und wurden auszeichnet. Die Einrichtung hat dadurch die Möglichkeit erhalten, ein umfangreiches Lernprojekt umzusetzen. Im Rahmen des Projekts haben sie zudem eine Werkstatt-Modeleisenbahn gewonnen, die gemeinsam mit den Kindern geplant und aufgebaut wurde.

Kleine Geste mit großer Wirkung: Unterstützung für eine junge Familie

Heute konnten wir einer jungen Familie ein großes Stück Glück schenken. Herr S. wird derzeit vom Team der Diakonie im Ev. Kirchenkreis  begleitet und unterstützt. Sein größter Wunsch und Lebenstraum ist es, endlich gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin und ihrem gemeinsamen Kind in einem eigenen Zuhause zusammenzuleben.

Das Team steht Herrn S. dabei engagiert zur Seite – sowohl bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung, die inzwischen erfolgreich gefunden wurde, als auch bei der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Ziel dieser Unterstützung ist es, der Familie eine stabile und selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen.

In einer herausfordernden Situation konnte nun ganz konkret geholfen werden: Der Kinderwagen der Familie war kaputtgegangen, und aufgrund fehlender finanzieller Mittel war es ihnen nicht möglich, kurzfristig einen neuen anzuschaffen. Gerade für Familien mit kleinen Kindern stellt ein solcher Verlust eine erhebliche Belastung im Alltag dar.

Dank der Spendenaktion „Kein Kind in Armut“ konnte dieser Wunsch erfüllt werden. Mit den zur Verfügung gestellten Spendengeldern war es möglich, einen neuen Kinderwagen zu finanzieren und der Familie damit eine große Sorge zu nehmen.

Diese Unterstützung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Solidarität und gemeinschaftliches Engagement sind – und wie bereits kleine Hilfen den Alltag von Familien nachhaltig erleichtern und neue Perspektiven eröffnen können.

Team „Arbeit und Beschäftigung“ mit vielfältigem Angebot

Auch in diesem Jahr bietet der Bereich Arbeit und Beschäftigung vielfältige Unterstützungsangebote für Menschen, die Hilfe bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt, der Verbesserung der Lebensqualität oder der gesellschaftlichen Teilhabe benötigen.

Unsere Angebote im Überblick:

  • Login: Gesundheitsförderung, persönliche Kompetenzentwicklung und Vernetzung mit Hilfseinrichtungen. Ein Team aus Psychologin, Arbeitsmediziner, Sozialarbeiter*innen und Jobcoach begleitet individuell durch Beratung, Einzelgespräche, Gruppentrainings und die Entwicklung beruflicher Perspektiven.
  • Arbeitsgelegenheiten (AGH): Vom Jobcenter zugewiesene Tätigkeiten in handwerklichen oder sozialen Bereichen für bis zu 24 Monate, fünf Tage pro Woche, bis zu sechs Stunden täglich. Die Vergütung beträgt 2 € pro Stunde zusätzlich zum Bürgergeld.
  • Fit mit Kids: Kostenloses Einzelcoaching für Mütter und Väter. Die Module reichen von finanzieller Unterstützung und Kinderbetreuung bis hin zu beruflicher Orientierung, Bewerbungsstrategien und Wiedereinstieg.
  • Jugend zeigt Perspektive (JuPs): Unterstützung für junge Erwachsene unter 25 Jahren, bei Jobcenter-Angelegenheiten, Wohnungssuche, Zugang zu Beratungsstellen und Aufbau eines Hilfenetzwerks. Gemeinsam werden Perspektiven für Schule, Ausbildung oder Beruf entwickelt.
  • 16K: Ganzheitliche Betreuung nach §16k SGB II für arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen in belastenden Lebenslagen, zur Stärkung der persönlichen und beruflichen Situation in Abstimmung mit dem Jobcenter.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unser Büro in der Wiesenstraße 44 in Dinslaken oder telefonisch unter 02064 – 4347 50. Um die Angebote nutzen zu können, ist eine Anbindung an das Jobcenter erforderlich.

Substituierte KlientInnen besuchen mit der Drogenberatung Dinslaken FlicFlac

Ein Besuch des Circus FlicFlac ist ein ganz besonderes Erlebnis. Dank der Spende der Organisatoren von FlicFlac hatte jetzt  eine kleine Gruppe Substituierter die Möglichkeit und Freude, die Show des Circus in Duisburg besuchen zu dürfen. Substituierte, das sind Menschen, die ehemals heroinabhängig waren; sie werden ärztlich mit einer Ersatzdroge versorgt, mit der sie weitgehend normal leben können. Sie werden gleichzeitig auch von der Drogenberatung Dinslaken psycho-sozial begleitet.

Für diejenigen Substituierten, die am Besuch von FlicFlac teilnehmen konnten, war die action- und adrenalingeladene Vorstellung mehr als beeindruckend. Es gab in diesem Jahr „TV-Promis“ wie Katrin Menzinger und Rene Cassely (Let’s dance/Ninja Warriors) tanzend zu sehen sowie Patrick Hufen (RTL) als Moderator. Eine Rammstein-Cover Band sorgte für eine aufregende Show mit Pyroeffekten und mächtigem Sound. Vor allem aber die artistischen und akrobatischen Höhepunkte wie das „Todesrad“ oder die „Mad Flying Bikes“ ließen den Atem aller Beteiligten stocken.

Und so lautete am Ende der Circus-Veranstaltung der Kommentar einer Substituierten: „Das war der Wahnsinn!“